Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4 hat die kolumbianische Provinz Chocó schwer getroffen. Besonders betroffen ist die Region rund um San José de Palmar, das Epizentrum des Bebens. Mit unseren Partner:innen vor Ort konnte inzwischen eine minimale, wenn auch weiterhin unterbrochene Kommunikation aufgebaut werden.
Aufgrund von Stromausfällen und beschädigten Verkehrswegen ist der Kontakt zu vielen abgelegenen Gemeinden jedoch nach wie vor stark eingeschränkt.
Die bisherigen Berichte zeigen erhebliche Schäden an Wohnhäusern und der sozialen Infrastruktur. In einigen besonders betroffenen Gebieten sind zahlreiche Häuser teilweise oder vollständig beschädigt, ebenso Schulen, Kirchen und andere gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen. Auch Straßen und Zufahrtswege wurden durch Erdrutsche unterbrochen. Aus mehreren Gebieten werden Todesopfer und Verletzte gemeldet.
Gleichzeitig ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt. Gerade viele abgelegene ländliche und indigene Gemeinschaften konnten bisher nicht erreicht werden. Eine verlässliche Einschätzung ihrer Situation und ihres Unterstützungsbedarfs ist daher derzeit noch nicht möglich.
Seit mehr als 30 Jahren mit Menschen und Organisationen im Chocó verbunden
Seit mehr als 30 Jahren verbindet das Klimabündnis Vorarlberg eine Partnerschaft mit Menschen und Organisationen im Chocó. Im Rahmen mehrerer Delegationsreisen konnten Vorarlberger:innen die Region und ihre Menschen kennenlernen. Die langjährige Zusammenarbeit verbindet Klimaschutz mit globaler Verantwortung und setzt sich für den Schutz des einzigartigen Regenwaldgebietes in der Region ein.
„Wir stehen seit vielen Jahren mit Menschen und Organisationen im Chocó in Verbindung. Gerade jetzt wollen wir unsere Partner:innen vor Ort nicht allein lassen“, sagt Carolina Osorio Rogelis, Koordinatorin für Zusammenarbeit des Klimabündnis Vorarlberg. „Gleichzeitig wissen wir noch nicht, wie es vielen abgelegenen Gemeinschaften geht. Deshalb ist es wichtig, die Unterstützung gemeinsam mit unseren Partner:innen vor Ort und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zu planen.“